Zauberhafter internationaler Weihnachtsmarkt in der SDS

0 Er√∂fffnung14 Sch√ľlerinnen und Sch√ľler der 12BFB richten multikulturellen Weihnachtsmarkt aus

Es sind nicht immer Lebkuchen, Stollen, Kartoffelpuffer mit Apfelmus oder Gl√ľhwein, wie bei uns √ľblich, die die Hitliste der weihnachtlichen K√∂stlichkeiten anf√ľhren.

Dass es eine enorme Vielfalt an weihnachtlichen Traditionen und Gaumenfreuden gibt, haben uns 14 Sch√ľlerin¬≠nen und Sch√ľler der 12BFB eindrucksvoll gezeigt. Am 18.12.2015 verwandelten sie die Pausenhalle der Schulze-Delitzsch-Schule in einen internationalen Weihnachtsmarkt und verspr√ľhten so den Duft unterschiedlichster kulinarischer Leckerbissen aus Schweden, Ukraine, Marokko, T√ľrkei, Kurdistan, Vietnam und Deutschland. Es sind die sieben Herkunftsl√§nder der Sch√ľlerinnen und Sch√ľler der 12BFB, die im Rahmen des Lernfeldes 17 den Weihnachtsmarkt eigenst√§ndig planten und durchf√ľhrten. Zur landestypischen Verk√∂stigung vermittelten sie auch Einblicke, ob und wie in ihren L√§ndern Weihnachten gefeiert wird.

Die intensiven Vorbereitungen wie das Erstellen von Checklisten, Ablauf- und Tagespl√§nen, Verfassen von Ein¬≠ladungen, Durchf√ľhrung von Werbema√ünahmen, Einkauf und Zubereitung der Speisen hat ‚Äědas Miteinander der Klasse gef√∂rdert und uns als Team zusammengeschwei√üt‚Äú sagte B√ľsra √únal. Auch Stefanie Bertasius, Fach¬≠lehrerin des Projektes, lobte das Engagement aller, die bereits um 7 Uhr morgens mit Speisen und Dekoration zum Aufbau erschienen. Lichterketten, Kunstschnee und Tannenzweige verzierten den Raum, weihnachtliche Kl√§nge schallten aus den Musikboxen.

Um 8:45 Uhr war es dann soweit: Die Pforten des Weihnachtsmarktes √∂ffneten sich. Drei Vollzeitklassen (11BFF, 11BFB und 12BFF) kamen zu Besuch und in der ersten und zweiten Pause war die gesamte Sch√ľlerschaft der SDS eingeladen, um zum Verzehr der Speisen mehr √ľber die weihnachtlichen und kulturellen Traditionen aus den verschiedenen L√§ndern zu erfahren. Den Erl√∂s des Pausenverkaufs wird die 12BFB f√ľr einen wohlt√§tigen Zweck spenden.

Wor√ľber wurde informiert, was gab es zu essen?

‚ÄěDie Schweden feiern bereits am 13. Dezember Weihnachten, denn es ist der Gedenktag der Heiligen Lucia. Zum Luciafest kleidet sich jeweils die √§lteste Tochter jeder Familie in einem wei√üen Kleid mit roter Sch√§rpe, tr√§gt einen Blumenkranz auf dem Kopf und h√§lt w√§hrend der Messe zwei Kerzen in ihren H√§nden. Gereicht wird an diesem Tag das traditionelle Hefegeb√§ck Lussekatter, erkl√§rte Pauline Lauffs.

‚ÄěDer Heilige Abend in der Ukraine f√§llt auf den 6. Januar und wir tischen im Gedenken an die zw√∂lf Apostel zw√∂lf Fastenspeisen auf. Unter den Tisch legen wir Heu, das mit seinem Geruch an die Geburt Jesus erinnern soll. Und vom 7. bis zum 13. Januar gehen wir jungen Leute in unserer ukrainischen Kleidung mit Tuch und roten Stiefeln von Haus zu Haus und singen Lieder, um zu zeigen, wie gl√ľcklich wir sind, das Jesus Christus ge¬≠boren ist‚Äú beschrieb Juliana Pidwalna die ukrainischen Traditionen. Als Fastenspeise bot sie Kutja an, die aus gekochten Weizenk√∂rnern mit eingeweichtem Mohn und je nach Geschmack mit Waln√ľssen, Rosinen und Honig zubereitet wird.

Marokko ist ein islamisches Land und hat deshalb keine Weihnachtstradition. Gefeiert wird das Eid el Kebir. Es ist das “gro√üe Opferfest, weil es einen Tag l√§nger dauert als das kleine Opferfest, das am Ende des Fastenmo¬≠nats Ramadan gefeiert wird. Zu Ehren Allahs schlachten wir ein Schaf, besuchen drei Tage lang unsere Familie, essen Couscous und trinken Pfefferminztee‚Äú, erl√§uterte Mohamed Hidah.

Nach dem S√§ubern der H√§nde mit Kolonya, einem landestypischen erfrischenden Reinigungsmittel aus Limonen, wurden die Besucher von den t√ľrkischen Sch√ľlerinnen mit t√ľrkischem Honig mit Rosengeschmack begr√ľ√üt. Sodann wurde t√ľrkischer Mokka in exklusiven Mokkatassen gereicht. Auf wei√üen Tischdecken servierten sie Simit, ein ringf√∂rmiges Hefeteiggeb√§ck mit Sesamk√∂rnern; Salep, Kamelmilch mit Zimt; B√∂rek, Teigtaschen mit Spinat und Schafsk√§se sowie Pogca, Teigtaschen mit Hackfleisch und Karotten.

Herzhaftes gab es auch bei Meded Bildik aus der autonomen Region Kurdistan. Er hatte Kömbe zubereitet, eine angebratene Masse aus Hackfleisch, Kartoffeln, Zwiebeln und Petersilie, die in einen Hefeteig eingebettet wird.

Am Stand von Vietnam gab es k√∂stliche Fr√ľhlingsrollen zu probieren.

Wer Lust auf S√ľ√ü hatte, konnte sich bei Tabea Krause und Nils Dispot mit Zimtsternen, Spritzgeb√§ck, Anis¬≠pl√§tzchen und Cr√™pes mit Nutella verw√∂hnen lassen. Beide kl√§rten √ľber die deutsche Weihnachtstradition auf mit ihren Begriffen wie Adventskalender, Nikolaus, Tannenbaum, Krippe und Christkind.

Die Besucher hatten die gro√üartige Gelegenheit, sehr authentisch √ľber die jeweiligen Kulturen und Br√§uche der L√§nder ihrer Mitsch√ľlerinnen und ‚Äďsch√ľler zu erfahren und sie zu verstehen. Dieser Einblick ist ‚Äď neben der vorbildlichen Gastfreundschaft der 12BFB der wirkliche Mehrwert, den der Weihnachtsmarkt an der SDS ge¬≠bracht hat.

Wir danken allen Beteiligten des ‚ÄěInternationalen Weihnachtsmarktes‚Äú sehr herzlich und w√ľnschen Ihnen und uns eine besinnliche Zeit des Miteinanders.

(Petra Hilbert)

1 Schweden

2 Ukraine

3 Marokko

4 T√ľrkei

5 Kurdistan

6 Vietnam

7 Deutschland

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