Teambuilding statt Bodybuilding 


… und das „ möglichst schmerzfrei “, auch wenn ein Verbandskasten vorhanden war“, begann Vi­viana Heise (12FOa11), eine der Organisatoren des Sportfestes ihr Statement mit einem Augenzwin­kern. Um sodann fortzufahren: Das Ziel des Sportfestes war „die Klassengemeinschaft zu stĂ€rken sowie Teambereitschaft, Zusammenhalt und Vertrauen zwischen Klassenkameraden zu fördern.“

Das Sportfest fand am 30.05.2015 in der neuen Turnhalle des Berufsschulzentrums statt. Es schließt fĂŒr die FachoberschĂŒler einen Kreis zum Thema „Miteinander“ und „TeamfĂ€higkeit“, der ganz zu An­fang der FOS-Zeit begonnen wurde. Wer weiß noch wo? Genau. In HĂŒbingen! Traditionell werden dort gemeinsame AktivitĂ€ten in Form von Spielen und Übungen durchgefĂŒhrt, um Vertrauen und TeamfĂ€higkeit zu ĂŒben. Das haben in HĂŒbingen die Lehrerinnen und Lehrer organisiert. Und jetzt, am Ende der FOS-Zeit, haben dreizehn SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der 12FOa7 und 12FOa11 das Thema aufgegriffen und in Form eines sportlichen „Wettkampfs“ umgesetzt. Erst in zweiter Linie ging es um „Sieg“. In erster Linie ging es darum, gemeinsam zu Agieren und Reagieren und um den gemeinsa­men Spaß daran.

FĂŒr die Competition wurden die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler der Klassen 12FOa2, 12FOa3 und 12FOb1 ausgewĂ€hlt. In vier Disziplinen wurde gemeinsam im Team um den Erfolg gekĂ€mpft: Mattenrutschen, Staffellauf, Reball und Völkerball. Pro Sportart traten jeweils vier Mannschaften an. Die Sieger aus jeder Begegnung spielten sodann in der nĂ€chsten Disziplin gegeneinander, ebenso wie die Zweitplat­zierten.

Bild1_MattenrutschenGestartet wurde mit dem Mattenrutschen (bisher noch keine Olympische Disziplin), bei dem drei Personen Anlauf nehmen, auf die Matte springen und rutschen, soweit es geht. Sie laufen dann zurĂŒck und klatschen die NĂ€chsten ab. Die Matte musste bis an die Wand der Turnhalle und wieder zurĂŒckbefördert werden. „Hier war Zusammenhalt gefordert, denn es ging um Schnelligkeit. Nicht der GrĂ¶ĂŸere oder Sportlichere war im Vorteil, sondern Große und Kleine wurden gleichermaßen gefordert. Das fand ich gut.“, resĂŒmierte Arthur Horn (12FOb1).

Danach folgte der Staffellauf, an dem je acht Personen je Klasse teilnahmen.

Beim anschließenden Reball musste das Schild eines Basketballkorbs getroffen werden und ein Mitspieler musste diesen Ball direkt Bild2_Reballauffangen. DafĂŒr gab es einen Punkt. Waren weibliche Teammitglieder beteiligt, wurde die Punktzahl verdoppelt.

Es handelt sich um ein sehr schnelles Spiel, bei dem ReaktionsfÀhigkeit, Zusammenspiel und Antizipieren des Spielzugs des TeamgefÀhrten im Vordergrund standen.

Bild3 VölkerballSchließlich stand Völkerball als Endspielmatch auf dem Programm. Wer kennt das nicht? Ein Ballspiel, bei dem die gegnerischen Spieler abgeworfen werden und die abgeworfenen Spieler sodann vom Spielfeldrand Treffer gegen die noch im Spielfeld befindlichen Gegner erzielen können. Gewonnen hat, wer den zum Schluss auf das Spielfeld kommenden „König“ oder „Sandmann“ dreimal abgeworfen hat.

Dass die Organisation eines Sportevents eine recht komplexe Angelegenheit ist, können die dreizehn Initiatoren dieser Veranstaltung (aus der 12FOa7: Farah Amirie, Aashwin Gurung, Bianca Melautra, Julius Meywirth, Jassir Ouslikh, SĂŒleyman Tokustepe, aus der 12FOa11: Oualid Amraoui, Omer Bakirtas, Markus Busch, Viviana Heise, Amy Ohanma, Joscha Sprenger, Raoul Rethelford) bestĂ€tigen. Nachdem die Idee geboren war, musste ein Konzept fĂŒr Bild4_Orgateamdiesen Tag entwickelt werden und so waren viele Fragen zu lösen: Welche Sportarten kommen in Betracht, nach welchen Regeln findet der Wettkampf statt, wer sind die Schiedsrichter, an welchem Tag steht die Sporthalle zur VerfĂŒgung, wer schließt die Halle auf und wieder zu, wer und wie wird zur Veranstaltung eingeladen, wer erstellt die Urkunden fĂŒr die Gewinner, usw.

Dazu kam die Verpflegung der Teilneh­mer und Zuschauer. Leckere Sandwi­ches wurden dafĂŒr vorbereitet und zum Selbstkostenpreis von  50 ct. pro Bröt­chen  verkauft.

Bild5_VerpflegungDas ist echtes Projektmanagement, wie wir es als Unterrichtsfach in den FOS-Klassen haben. Gut fĂŒr die Schule, die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler, gut fĂŒrs Le­ben.

Und die Ergebnisse? Gewonnen haben alle Mannschaften und Teilnehmer. Wie erhofft wurde das Gruppenerlebnis, das Miteinan­der, das „gegenseitig auf sich verlassen können“ gestĂ€rkt. „Nette Leute, es hat sehr viel Spaß gemacht“, resĂŒmierte Michelle Kick (12FOa2).

Und: Siegen ist sĂŒĂŸ. Alle Teilnehmer erhiel­ten Schokolade, die erst- und zweitplat­zierte Mannschaft zudem eine Urkunde.Bild6_Die Gewinner

Das Sportfest war eine tolle Initiative der Organisatoren aus der 12FOa7 und 12FOa11 – HĂŒbingen wurde brillant fortgefĂŒhrt.

Allen Initiatoren, UnterstĂŒtzern, Teilnehmern und „Siegern“ herzlichen GlĂŒckwunsch.

(Petra Hilbert)

 

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