Klimawandel geht uns alle an!

Naturkatastrophen, immer weiter steigende Temperaturen, WaldbrĂ€nde und Flutkatastrophen – das sind alles negative Auswirkungen des Klimawandels und wir alle sind davon betroffen. 
Wie kann man es nun aber schaffen, auf den Klimawandel aufmerksam zu machen? Mit genau dieser Frage hat sich die Klasse 12STa beschĂ€ftigt und eine ganz besondere Art gefunden, sich mit dieser Problematik unserer Zeit auseinanderzusetzen. Über die literarische Form der Kurzgeschichte haben sich die angehenden Steuerfachangestellten kreativ mit dem Thema beschĂ€ftigt. Schließlich lassen sich Probleme viel besser anhand von konkreten Beispielen und Schicksalen zeigen. 

So machten sich die SchĂŒler*innen unter Anleitung ihrer Deutschlehrerin  Inga MĂŒhlenstedt an die Arbeit und verfassten selbst Kurzgeschichten, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, andere zum Mitdenken anzuregen und das eigene Verhalten zu reflektieren.  
Entstanden sind ganz unterschiedliche Kurzgeschichten mit Titeln wie beispielsweise “Der Kreislauf des Lebens“, „Laufen fĂŒr die EisbĂ€ren“ und „In die grenzenlose Ferne“. Wer nun neugierig geworden ist und gerne einen Blick in die Geschichten werfen möchte, kann einige Exemplare im Schaukasten gegenĂŒber dem Lehrerzimmer finden. 

Am Ende gab es sogar einen klasseninternen Wettbewerb, bei dem die gesamte Klasse als Jury die besten Geschichten auswĂ€hlten. Diese besondere Auseinandersetzung mit dem Thema wird den SchĂŒler*innen sicherlich in Erinnerung bleiben und zur Reflexion des eigenen Verhaltens anregen. VerĂ€nderungen beginnen schließlich mit kleinen Schritten in die richtige Richtung.

Es folgt noch eine kleine Leseprobe:  

In die grenzenlose Ferne (Anonym)

Eine Kurzgeschichte ĂŒber die Auswirkungen des Klimawandels

Es ist kalt, aber nicht so kalt wie frĂŒher. Diese Art von KĂ€lte ist mir in den letzten Jahren sehr aufgefallen. Am meisten dann, wenn ich auf meinem Aussichtspunkt stehe und in die weite Ferne schaue. Dieses GefĂŒhl von frischer kalter Morgenluft mit einem lauwarmen LĂŒftchen zwischendurch. Die AbkĂŒhlung, in den noch wenigstens etwas kĂŒhlen GewĂ€ssern der Arktis, ist immer eine wohltuende Abwechslung zu den warmen Winden. Wie jedes Jahr im Sommer, stand Ich morgens auf meinem Aussichtpunkt, genauso wie meine Artgenossen.

Wir sahen zu, wie dieser schwimmfĂ€hige Hohlkörper, der bestimmt war, sich auf dem Wasser fortzubewegen, immer nĂ€her an uns herankam. Dieses Geschöpf mit schwarzem Rauch. Dieses große Geschöpf, das meine Luft und meinen Lebensraum gefĂ€hrdete, fuhr regelmĂ€ĂŸig an meinem Aussichtspunkt vorbei und verschwand immer jenseits des Horizonts. Dies hinterließ in mir nur Schaudern. Ich frage mich immer, von wo dieses Geschöpf kommt, wo es hinwill und wieso es immer plötzlich auftaucht und verschwindet. Ich wusste nur eins, dieser schwarze Rauch war die Ursache meines Leidens. Da, wo dieses Geschöpf herkommt, gibt es bestimmt noch mehr dieser eigenartigen Dinge, die schwarzen Rauch verursachen. Der Eindruck, dass die WĂ€rme immer mehr wird und nicht mehr entweichen kann, wird immer schlimmer. Wie in einem GewĂ€chshaus, in dem sich die WĂ€rme staut. Der Rauch, der nicht nur mir den Atem in der Brust, sondern auch die Hitze in meiner Welt gefangen hĂ€lt. Die Sorge steht mir ins Gesicht geschrieben. Mein Aussichtspunkt, meine Gesundheit und meine Artgenossen sind das Einzige, was mir wichtig ist. 

Alles nur seitdem ich diese Geschöpfe das erste Mal am Horizont erblickt habe. Die VerĂ€nderungen meiner Umgebung sind bestimmt noch weit jenseits ĂŒber ihre Grenzen zu spĂŒren. Ich weiß nicht, ob ich mich diesem anpassen werde und kann. Mein dickes Winterfell wird von Jahr zu Jahr immer lĂ€stiger. Und das alles, seitdem der Wind mit dem lauwarmen LĂŒftchen immer mehr zunahm. Im nĂ€chsten Sommer muss ich mir wohl eine neue Eisscholle suchen und kann nur hoffen, dass nicht ganz so viel von meiner Umgebung weggeschmolzen ist. Die sich stetig erhöhende Temperatur verschlingt immer mehr von unserem Lebensraum. Bei meinem Artgenossen ist die Eisscholle schon geschmolzen. Sie suchen mittlerweile nach einer neuen Zuflucht. Ich wĂ€re kein EisbĂ€r, wenn ich nicht um mein Zuhause kĂ€mpfen wĂŒrde. Die Zukunft liegt jetzt in den HĂ€nden der fremden Geschöpfe, die ich hoffentlich heute das letzte Mal gesehen habe. Die Geschöpfe, die dafĂŒr verantwortlich sind, dass sich bei mir das Klima Ă€ndert.

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