Everywhere Marketing und Shopping: So geht’s

 Die Klasse 11 IT besucht die Fachmesse Viscom für visuelle Kommunikation in Frankfurt

foto-viscom-2016PC anschalten, Web-Site vom Onlineh├Ąndler des Vertrauens im Browser ausw├Ąhlen, zur gesuchten Ware, Bilder und Beschreibungen ansehen, Artikel in den Warenkorb verschieben, Bezahl- und Versandart w├Ąhlen, finaler Doppelklick: Fertig ist der Kauf.

So ging Shopping fr├╝her. Und wie ist der Trend heute?

Es braucht nur eine Virtual Reality-Brille, einen Controller, den personalisierten Avatar und eine Verkaufsfl├Ąche von etwa 30 qm ohne Einrichtung, ohne Waren, ohne Fachpersonal. Und schon kann sie losgehen – die Einkaufstour. Ob Konsum- oder Verbrauchsg├╝ter, das Durchst├Âbern der Produktpalette des bevorzugten Markenanbieters, die Planung einer Einbauk├╝che, die Auswahl einer Reise in den S├╝den. Grenzen gibt es fast keine. Neben dem visuellen Eindruck sind Gewicht und Form der Jacke oder des Tablets erfahrbar, der K├╝hlschrank in der K├╝che wird mal eben gegen den Herd getauscht, um die optimale Anordnung auszuprobieren, der Strand am Hotel kann betreten werden. Und wenn’s Fragen gibt: Der Avatar, die virtuelle Grafikfigur steht immer beratend zur Seite.

Die neuesten Trends zu mehr Individualisierung und Digitalisierung im kontextbasierten Marketing und Sales konnten 8 Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der 11 IT unter Leitung von Juliane M├╝ller-Zenz auf der Viscom 2016 eindrucksvoll erleben. Im Rahmen des Unterrichtsfaches “Markt- und Kundenbeziehung” bestand die Gelegenheit, die Verzahnung von Marketing- und Verkaufsstrategien mit neuesten Technologien etwa im Bereich gro├čer Druckwerke, Einsatz von Hologrammen oder Herstellung von Bannern oder Displays zu erleben.

Zur├╝ck zur Zukunft: In dem Vortrag “Die Zukunft des Verkaufens” von Martina Vollbehr, GF bei pilot Hamburg, erhielt die Klasse 11 IT einen strukturierten Einblick in die Technologien des virtuellen Sales-Prozesses und die wirtschaftlichen Potenziale eines programmierten Marketing-Szenarios.

Insofern war der Besuch der Viscom mit Blick auf ein anstehendes Marketingprojekt f├╝r die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler au├čerordentlich aufschlussreich, wie Juliane M├╝ller-Zenz erl├Ąuterte: “In dem Projekt muss die Klasse den Marketing-Mix f├╝r ein IT-Produkt festlegen. Sie wendet Projekttools an, verst├Ąrkt vorhandenes Wissen zum Thema Marketing. Gleichzeitig ist dies eine Vorbereitung auf das Abschlussprojekt als Teil der Abschlusspr├╝fung eines IT-Systemkaufmanns oder IT-Informatikkaufmanns.”

Im unmittelbaren Nachgang zum Messebesuch werden die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler der 11 IT als Arbeitsauftrag die Bewertung der Ausstellerauftritte auswerten. Eines war bereits jetzt erkennbar: Der Handel wird sich k├╝nftig von seinem Standortdenken l├Âsen und dort pr├Ąsent sein, wo der Kunde die Ware pr├Ąsentiert bekommen m├Âchte – Stichwort “Virtueller Supermarkt in der U-Bahn” – was auch neue Technologien in intelligenter Logistik und schnelle Bezahlsysteme erfordert.

“Die Viscom w├Ąre auch f├╝r Industrieklassen oder FOS-Klassen interessant. Man m├╝sste vorher die Vortr├Ąge und Workshops bestimmten Gruppen zuteilen, um mehrere Veranstaltungen abzudecken”, regte Frau M├╝ller-Zenz an.

Insgesamt wurde hier ein hoch spannendes Thema adressiert. Die Exkursion hat gezeigt, dass Unterrichtsinhalte anschaulich mit gro├čem Praxisbezug unterlegt werden k├Ânnen und so die kritische Auseinandersetzung mit Inhalten f├Ârdern und den Lernerfolg verbessern. Juliane M├╝ller-Zenz sei f├╝r Ihre Initiative herzlich gedankt; den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern der 11 IT w├╝nschen wir viel Spa├č bei dem Marketingprojekt und viel Erfolg f├╝r die Abschlusspr├╝fung.

(Petra Hilbert)

Kommentare sind geschlossen.