Bescherung im neuen Land

SOR-SMC Gruppe der SDS ĂŒbergibt am 21.12.2015 im Simeonhaus Geschenke fĂŒr FlĂŒchtlinge

An Weihnachten zu schenken oder beschenkt zu werden, ist fĂŒr die meisten von uns nicht wirklich etwas Be­sonderes. Seinen NĂ€chsten mit einer kleinen Gabe Aufmerksamkeit, Zuneigung, Freude oder Dankbarkeit zu signalisieren, gehört zur langen Tradition des Weihnachtsfestes und gibt uns dadurch auch die Gelegenheit, fĂŒr einen kleinen Moment inne zu halten und uns auf die Werte von Miteinander und Mitmenschlichkeit zu besin­nen.

Zum GlĂŒck gilt das fĂŒr viele von uns. Nicht aber fĂŒr die Menschen, die diese Tradition nicht kennen oder nicht leben können. Aktuell betrifft das vor allem diejenigen, die aus Krisen- und Kriegsgebieten zu uns fliehen, um mehr friedliches Miteinander und Mitmenschlichkeit zu leben. Egal welcher Religion sie angehören.

Eine brillante Idee hatte die Projektgruppe Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage aus der 11HH2, zum bevorstehenden Fest FlĂŒchtlingen den Hintergrund des Weihnachtsfestes mit der Tradition der NĂ€chstenliebe und des Schenkens nĂ€herzubringen:

Ayoub Courak, Serkan GĂŒnal, Calvin GĂŒnther, Ivana Hampel, Osman Kemler, Berfin Kiziler, Yunus Özkan, Lara Pintus, Johnny Posdzich, Sanita Ram und Ralf Schecherli haben unter dem Motto „Bescherung im neuen Land“ – kurz: BinL – eine Geschenkesammelaktion an der SDS ins Leben gerufen und mit selbst entworfenen Plakaten und Flyern beworben. Dank des unermĂŒdlichen Einsatzes von Susanne Claßen konnte die Aktion auf die Kerschensteiner Schule, Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule und Luise-Schroeder-Schule ausgeweitet werden.

Gesammelt wurden 470 GeschenkpĂ€ckchen, die alters- und geschlechtsspezifisch allerlei Spielzeug, aber auch wichtige Gebrauchsartikel fĂŒr den Alltag enthielten. Jedem BinL-PĂ€ckchen war zudem einen Flyer in ver­schiedenen Sprachen beigelegt, um im Rahmen der Integrationsarbeit vor allem den kulturellen Hintergrund des Weihnachtsfestes im Christentum den FlĂŒchtlingen nĂ€herzubringen. Hierzu hat die Bonifatiuskirche in Wiesbaden den Flyer ins Arabische, Englische und in Farsi (Amtssprache in Afghanistan, Iran und Tadschikistan) ĂŒbersetzt.

Foto Homepage BinL

Die Übergabe der BinL-PĂ€ckchen durch die SOR-SMC-Projektgruppe fand leider nur symbolisch an den stellver­tretenden Leiter des Simeonhauses statt. Der Grund war, dass eine feierliche Übergabe aufgrund des hohen Arbeitsdrucks zur Registrierung der FlĂŒchtlinge bis zum 24.12.2015 leider nicht möglich war. Das Simeonhaus wird die Verteilung der Geschenke am Heiligabend an die FlĂŒchtlinge organisieren. Die Freude der Beschenkten wird dadurch sicherlich nicht getrĂŒbt.

Bei der Überreichung der Geschenke waren ebenfalls anwesend Stefan Gaal, Leiter der Koordination von Eh­renamt und Freiwilligenarbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Roland DĂŒnow und Christian Triantafillidis, beide Round-Table-Club Wiesbaden, Annemarie Brinskelle von der Kerschensteiner Schule, Alexandra Gill-Gers und Marion Meyenberg von der Riehl-Schule sowie Simone Breitsch und Susanne Claßen von der Schulze-Delitzsch-Schule.

Das Projekt „Bescherung im neuen Land“ hat auf hervorragende Art und Weise christliche Grundwerte der Mitmenschlichkeit und NĂ€chstenliebe mit den Aspekten der Integration und praktischen Hilfe fĂŒr FlĂŒchtlinge im Kontext unserer Weihnachtstraditionen verknĂŒpft.

Ich glaube, dass vielen von uns diese Aktion ein wenig geholfen hat, sich an den Kern des Weihnachtsfestes zu erinnern.

Der SOR-SMC Projektgruppe um Susanne Claßen gebĂŒhrt dafĂŒr ein aufrichtiger und herzlicher Dank.

In diesem Sinn wĂŒnsche ich uns allen ein besinnliches und friedliches Weihnachtsfest.

Auch der Wiesbadener Kurier berichtete darĂŒber …

(Petra Hilbert)

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